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Akupunktur
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Die Akupunktur beinhaltet vielfältige
Behandlungsaspekte,
da sie immer den Menschen mit all seinen emotionalen, wie
auch körperlichen Reaktionen berücksichtigt. Deshalb wird sie
nicht nur zur Schmerzbehandlung, Raucherentwöhnung,
Gewichtsreduktion oder Therapie von Allergien eingesetzt,
sondern beispielsweise auch bei
chronischen Erkrankungen, zur
Regulation des Immun-, Nervensystems und zum seelischen
Ausgleich
angewandt.
Sie
ist eine der Methoden der Traditionellen Chinesischen
Medizin (TCM), die alle auf den gleichen Gesetzmäßigkeiten
beruhen. Nach der Lehre der TCM durchfließt uns
ununterbrochen die Lebensenergie Qi in bestimmten Bahnen,
den Akupunkturmeridianen.
Diese sind nach dem Organ benannt, das sie versorgen. Da
gibt es also einen Herz-, Leber-, Nierenmeridian, usw. Im
Krankheitsfalle ist dieses Fließen von Energie im
Ungleichgewicht, entweder zuviel, zuwenig, stagnierend, oder
blockiert. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen,
werden Punkte auf diesen Meridianen z. B. durch die
Akupunkturnadel, durch Erwärmung mit chinesischen Beifuß,
dem Moxakraut, gegebenenfalls durch farbiges Licht oder den
Laserstrahl stimuliert. Die letzten beiden Methoden sind
besonders für Kinder und Patienten mit Nadelangst geeignet.
Das Organ selbst gehört zu einem Funktionskreis. Dieser ist, wie die ganze
Lehre aus Beobachtung entstanden. Der Chinese beobachtet, wie wir Menschen
im Zusammenspiel mit der Natur, dem Universum reagieren. Zum Beispiel stehen
die meisten Harnwegs- und Niereninfekte mit dem klimatischen Faktor der
Kälte in Zusammenhang. Ein übermäßig kälteempfindlicher Mensch hat -
energetisch gesehen - eine "Nierenschwäche". Das heißt nicht, dass seine
Nieren organisch krank sind!
Kälte lässt im Winter unsere Knochen, Gelenke steif werden. Dieses
Körpergewebe gehört somit zum Nierenfunktionskreis, deshalb können Knochen-
und Gelenkserkrankungen durch Therapie der Nierenenergie behandelt werden.
Ähnlich wie die Kälte lässt uns die Angst, der Schreck erstarren. Diese
Emotion gehört ebenfalls in den Nierenfunktionskreis. Einem ängstlichen,
schreckhaften Menschen müsste nach diesem Prinzip die Nierenenergie gestärkt
werden.
Das Relief des Ohres, dem Sinnesorgan des Nierenfunktionskreises, ähnelt dem
der Niere. Zum kalten Winter hin stirbt vieles in der Natur, wenn wir älter
werden, wir uns dem Tod nähern, lässt häufig unsere Hörkraft nach. Deswegen
ist es möglich, Ohrenerkrankungen, egal, welchen Namen sie tragen, unter
anderem über die Stimulation von Punkten auf dem Nierenmeridian zu
therapieren.
Die eben genannten Analogien machen klar, dass sich das Akupunktursystem nicht
nur auf den Körper mit seinen individuellen Empfindlichkeiten bezieht,
sondern auch auf die seelische Reaktionslage.
Nach einer eingehenden Untersuchung und Befragung wird die Diagnose gestellt
und individuell entschieden, ob Akupunktur die geeignete Therapieform ist.
Gegebenenfalls wird sie mit anderen Methoden ergänzt.
Während der Schwangerschaft dürfen bestimmte Punkte nicht gestochen werden,
deshalb ist es wichtig, den Therapeuten so früh als möglich über sie zu
informieren!
Tut’s weh? Fein geschliffene, sterile Einmalnadeln, die eine
Infektionsübertragung ausschließen, sorgen für einen fast schmerzfreien
Einstich. Danach müssen die Nadeln etwa 20 bis 30 Minuten schmerzfrei liegen
bleiben. Im Anschluss an die Behandlung tritt gelegentlich eine leichte
Müdigkeit auf.
Zu Beginn der
Therapie wird, je nach Heftigkeit der Beschwerden, ein- bis dreimal wöchentlich
punktiert, nach entsprechendem Verlauf verlängert sich der Abstand
auf etwa einmal wöchentlich, zweiwöchentlich, usw. Besonders bei chronischen
Erkrankungen ist eine langfristige Therapie notwendig. Die
Behandlungsabstände werden individuell besprochen und festgelegt.
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